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Die Anastasia Bewegung. Völkische Siedlungen, Antisemitismus und Verschwörungsdenken

Anastasia-Bewegung - völkische Siedlungen, Antisemitismus und Verschwörungsdenken

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Eine völkische Siedlerbewegung, die an die jüdische Weltherrschaft glaubt und dagegen kleine ländliche Extremistengemeinschaften aufbauen will? Klingt wie ausgedacht, ist aber leider Realität bei der sog. Anastasia-Bewegung. 

Der russische Autor und völkische Aktivist Wladimir Megres erzählt in seiner Romanreihe von Anastasia, einer Frau aus dem sibirischen Wald, die Frieden und Naturverbundenheit verkörpert und einer angeblichen russischen Ur-Rasse entstammen würde. Sie besitzt übernatürliche Heilfähigkeiten und lebt auf „Familienlandsitzen“, die für Nachhaltigkeit, Selbstversorgung, Gemeinschaft und Spiritualität stehen. Diese Lebensart dient seitdem der sog. Anastasia-Bewegung als Vorbild. Doch nicht nur das vermeintlich harmlose Landleben ist Teil ihrer Weltanschauung. 

Untrennbar damit verknüpft ist die Vorstellung, die moderne Gesellschaft und Zivilisation seien schädlich und destruktiv für die Menschen und ein „gesundes“ Volk. Hier wird nahtlos an die Vorstellungen der völkischen Bewegung vom Beginn des 20. Jahrhunderts angeknüpft, die ihren Höhepunkt im Nationalsozialismus fand. Die Moderne und der Westen sind die Feindbilder, denen es sich laut diesem Weltbild zu widersetzen gelte; die Abwendung davon hin zu einem volksgemeinschaftlichen Landleben ist das Ziel der Bewegung. 

Dabei spielen auch Verschwörungsdenken und Antisemitismus eine entscheidende Rolle, sowohl in der Bewegung als auch in den Romanen. Denn die Schuldigen für all das Übel in der Welt sind schnell gefunden: die Juden. Und so werden "Das Böse", "die Moderne", "die Demokratie" und ominöse "Dunkelmächte" in der Buchreihe immer wieder von Juden repräsentiert; die notorische Verbindung dieser Begriffe mit Juden ist in der extremen Rechten ohnehin üblich. 

Klassische Topoi der extremen Rechten wie die Erzählung, die Juden seien selbst schuld am Holocaust, werden in der Bewegung wie in den Büchern ganz offen formuliert. So erklärt u.a. auch, warum die Romanreihe so großen Anklang unter deutschen Neonazis findet. Deren völkisches Weltbild spiegelt sich in den Geschichten um Anastasia wider und bekommt gleichzeitig ein konkretes Handlungsfeld: den ländlichen Raum und die Landwirtschaft.

Seitdem die ersten Übersetzungen der Anastasia-Bücher zu Beginn der 2010er-Jahre nach Deutschland kamen wächst die Bewegung hierzulande und immer mehr rechtsextreme „Familienlandsitze“ sprießen in strukturschwachen Gebieten. Dabei entscheiden sich die völkischen Siedler*innen bewusst strukturschwache ländliche Regionen, um abseits größerer Städte eine unabhängige, rückwärtsgewandte Lebensweise führen zu können. Oft verbergen sie zunächst ihre menschenfeindliche Ideologie und versuchen, sich aktiv in den Dorfgemeinschaften zu engagieren. So machen sie sich unentbehrlich, wird ihre Ideologie erstmal bekannt. 

Die völkischen Siedler*innen der Anastasia-Bewegung stellen damit eine Gefahr für unser freiheitlich-demokratisches Miteinander dar, da sie versuchen, Antisemitismus, Rassismus und Verschwörungsdenken im ländlichen Raum zu normalisieren. c

Zum Weiterlesen:

Amadeu Antonio Stiftung: Völkische Siedler/innen im ländlichen Raum

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Die Anastasia Bewegung. Völkische Siedlungen, Antisemitismus und Verschwörungsdenken
Die Herkunft. Der Name stammt aus der völkischen Romanreihe des russischen Autoren Wladimir Megres. Darin geht es um Anastasia, eine Frau aus dem sibirischen Wald, die mit der Natur im Einklang lebt, über magische Heilkräfte verfügt und auf sog. Familienlandsitzen lebt. Hier gedeiht eine völkisch reine Gemeinschaft, die als Gegenbild zur Moderne und dem Westen gezeichnet wird, welche von als jüdisch dargestellten, dunklen Mächten beherrscht würden.
Die Ideologie - Teil 1. Ideologisch gehen die heutigen Siedler*innen auf die völkische Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts zurück, die im Nationalsozialismus ihre Verwirklichung fand. Sie streben eine völkisch “reine” Gesellschaft an, der nur angehören kann, wer “deutschen Blutes” sei; eine fiktive Konstruktion, die Menschen auf Basis rassistischer oder antisemitischer Zuschreibungen aus der (Volks-)Gemeinschaft ausschließt. Sie sind damit klar der extremen Rechten zuzuordnen.
Die Ideologie - Teil 2. Verschwörungsdenken spielt in der Ideologie der völkischen Siedler*innen und den Anastasia-Romanen eine zentrale Rolle. In deren Weltbild lenkt eine kleine verschwörerische Gruppe die Geschicke der Welt. Sehr deutlich wird der antisemitische Charakter dieser Vorstellungen in den Romanen, in denen die Verschwörung von Juden angeführt wird, die die Widersacher Anastasias seien. Und auch unter den rechten Siedler*innen gelten die Juden als Feinde und Verschwörer.
Die Gegenwart. Die Bewegung lässt sich auf sog. Landsitzen in dünn besiedelten ländlichen Regionen nieder. Dort betreiben sie oft Landwirtschaft und handwerkliche Berufe und versuchen, sich in den Dorfgemeinschaften durch ihr Engagement unverzichtbar zu machen. Ihre menschenfeindliche Ideologie tritt dabei nur indirekt zutage und wird oft erst entlarvt, wenn sie bereits fester Bestandteil des Dorflebens sind.
Eine russische Romanreihe, völkische Ideologie und eine ländliche Lebensweise. Das sind die Zutaten für die Bewegung der völkischen Sidler*innen, die sich in ländlichen Gebieten in Deutschland ansiedeln, um ungestört ihr menschenfeindliches Weltbild auszuleben. Fester Bestandteil dessen sind Verschwörungsdenken und Antisemitismus.
#antisemitismus #oyvey #nonazis #gegenjedenantisemitismus
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Die Herkunft. Der Name stammt aus der völkischen Romanreihe des russischen Autoren Wladimir Megres. Darin geht es um Anastasia, eine Frau aus dem sibirischen Wald, die mit der Natur im Einklang lebt, über magische Heilkräfte verfügt und auf sog. Familienlandsitzen lebt. Hier gedeiht eine völkisch reine Gemeinschaft, die als Gegenbild zur Moderne und dem Westen gezeichnet wird, welche von als jüdisch dargestellten, dunklen Mächten beherrscht würden.
Die Ideologie - Teil 1. Ideologisch gehen die heutigen Siedler*innen auf die völkische Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts zurück, die im Nationalsozialismus ihre Verwirklichung fand. Sie streben eine völkisch “reine” Gesellschaft an, der nur angehören kann, wer “deutschen Blutes” sei; eine fiktive Konstruktion, die Menschen auf Basis rassistischer oder antisemitischer Zuschreibungen aus der (Volks-)Gemeinschaft ausschließt. Sie sind damit klar der extremen Rechten zuzuordnen.
Die Ideologie - Teil 2. Verschwörungsdenken spielt in der Ideologie der völkischen Siedler*innen und den Anastasia-Romanen eine zentrale Rolle. In deren Weltbild lenkt eine kleine verschwörerische Gruppe die Geschicke der Welt. Sehr deutlich wird der antisemitische Charakter dieser Vorstellungen in den Romanen, in denen die Verschwörung von Juden angeführt wird, die die Widersacher Anastasias seien. Und auch unter den rechten Siedler*innen gelten die Juden als Feinde und Verschwörer.
Die Gegenwart. Die Bewegung lässt sich auf sog. Landsitzen in dünn besiedelten ländlichen Regionen nieder. Dort betreiben sie oft Landwirtschaft und handwerkliche Berufe und versuchen, sich in den Dorfgemeinschaften durch ihr Engagement unverzichtbar zu machen. Ihre menschenfeindliche Ideologie tritt dabei nur indirekt zutage und wird oft erst entlarvt, wenn sie bereits fester Bestandteil des Dorflebens sind.
Eine russische Romanreihe, völkische Ideologie und eine ländliche Lebensweise. Das sind die Zutaten für die Bewegung der völkischen Sidler*innen, die sich in ländlichen Gebieten in Deutschland ansiedeln, um ungestört ihr menschenfeindliches Weltbild auszuleben. Fester Bestandteil dessen sind Verschwörungsdenken und Antisemitismus.
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